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Promotions-Projekt:
Umgang mit Schwerkraft
Über
den menschliche Umgang mit der Schwerkraft - praktisches Begegnen
mit der Lebenswelt von Blinden und Sehbehinderten.
Leitung:
Diplom Sportwissenschaftler Vitali Mordvintsev
To
be or not ... In
der Mitte des Projekts steht die Integration. Der Wort integrieren
kommt von integer - unversehrt, unberührt, unbefangen,
unbescholten, und des weiteren von tangere (tactum) -
berühren. Dementsprechend geht es im Prozess der Integration
vor allem um ein Wiederherstellen eines unberührten Zustandes
um ein leichtes, unbefangenes und freies Bewegen.
Die
Zielgruppen des Projekts sind:
einerseits die sehbehinderten und die blinden Menschen,
deren schmerzhaften Erfahrungen oft zu Bewegungs- und Raumängsten
führen, welche ihren Bewegungsdrang und ihre Bewegungsimpulse
hemmen;
anderseits
die durch das Sehen behinderten Menschen. Das sind mehr oder
weniger alle sehenden Menschen, die daran gewöhnt sind,
ihren visuellen Sinn zu missbrauchen und dementsprechend alle
anderen Sinne verkümmern zu lassen, vor allem ihren Bewegungssinn.
Im Projekt wird nach Möglichkeiten gesucht, die blindgerechten
Räume zu schaffen
wo
man leicht die Orientierung gewinnen kann (z. B. durch tastbaren
Bodenbeläge),
wo die Gefahr des Zusammenstoßens mit harten oder spitzen
Gegenständen minimiert wird,
wo die eigenartigen Blindspiel- und Aufgabenfelder sich auch
von blinden Mitspielern leicht und schnell aufbauen lassen,
und wo der Bewegungsdrang möglichst ungehindert ausgelebt
werden kann.
Es
wird auch nach verschiedenen Aufgaben und Spielen (darunter
auch die Blindvarianten von bekannten Spielen wie Fußball,
Basketball, Volleyball u.a.) geforscht,
die
viel Freude und Spaß bereiten,
die vielseitiges Bewegens fördern,
die leicht und verständlich sind,
die für ein ungestörtes Verlaufen möglichst wenig
Hilfe von Außen oder von Sehen-Könnenden benötigen.
Im
Unterschied zur anderen Projekten,
wie
z. B. Dialog im Dunkeln (Hamburg) oder Unsicht-bar
(Köln & Berlin) liegt in diesem Projekt der Schwerpunkt
auf dem Fördern der Handlungsfähigkeit in einem
unsichtbarem Geschehen. Die
Fähigkeit in dieser Situation handeln zu können erfordert
eine gründliche Auseinandersetzung mit den gewöhnten
Art der Orientierung im Raum und mit eigenem Bewegen. Es erfordert
eine gründliche Begegnung mit dem entfremdeten Eigenen.
Das
Projekt ist bei der Torballsektion des FC Sankt-Pauli angesiedelt.
Kontakt unter mordvintsev@web.de.
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